Hanover
Hanover, Germany

Schürfgruben (Sondierbohrung) in Hannover – Bodenaufschluss mit Erfahrung

Die quartären Lockergesteine unter Hannover täuschen oft über die komplexe Schichtenfolge hinweg. Besonders die Verzahnung von Talsanden mit den Auelehmen der Leine stellt Planer vor die Frage, welcher Horizont tatsächlich trägt. Mit einer Schürfgrube (Sondierbohrung) gewinnen wir diese Klarheit. Der offene Aufschluss liefert ungestörte Bodenproben aus definierter Tiefe – direkt anfahrbar mit dem Schaufelbagger oder per Handschachtung im beengten Bestand.
Für Tiefenlagen, die der Greifer nicht mehr erreicht, kombinieren wir den Aufschluss mit einer SPT-Bohrung zur Bestimmung der Lagerungsdichte im Liegenden. Die Ansprache erfolgt nach DIN EN ISO 14688, ausgeführt durch unser geotechnisches Team mit langjähriger regionaler Projekterfahrung.

Die Schürfgrube ist der einzige Aufschluss, der das Bodengefüge im ungestörten Verband zeigt – unverzichtbar für die Gründungsbewertung.

Arbeitsumfang in Hanover

Hannover wuchs abseits der hochwassergefährdeten Leineaue lange nur auf den trockenen Geestinseln und Talsandterrassen. Heute wird in Arealen gebaut, die noch in den 1960ern als Baugrund zweifelhaft galten. Genau dort zeigt die Schürfgrube ihren Wert.
Wir dokumentieren Schichtgrenzen, Entnahmetiefe und Bodenart direkt am Profil. Die Probe wird im klimatisierten Transportschrank ins bodenmechanische Labor gebracht, wo Korngrößenanalyse und Atterberg-Grenzen die Klassifikation absichern. So entsteht ein belastbares Baugrundmodell, nicht nur eine Vermutung.
Schürfgruben (Sondierbohrung) in Hannover – Bodenaufschluss mit Erfahrung
Schürfgruben (Sondierbohrung) in Hannover – Bodenaufschluss mit Erfahrung
ParameterTypischer Wert
Aufschlusstiefe (Maschinenbagger)bis 4,0 m unter GOK
Aufschlusstiefe (Handschachtung)bis 1,5 m in beengten Lagen
Probendurchmesser (gestört)≥ 150 mm nach DIN EN 1997-2
ProbenbehälterEimer luftdicht, Folienbeutel verschweißt
DokumentationFarbprofil mit Kornansprache, Foto je Schicht
Relevante FolgenormDIN 4020, DIN EN ISO 14688

Typische technische Herausforderungen in Hanover

Ein klassischer Fehler bei beengten Grundstücken in der List oder der Südstadt: Man verzichtet auf die Schürfgrube und verlässt sich auf punktuelle Rammkernsondierungen. Die vermitteln einen stetigen Schichtenverlauf – bis die Baugrube offen liegt und eine alte Auffüllung oder eine Torflinse die Gründung kippt. Eine Schürfgrube zeigt organische Einlagerungen, Bauschuttnester oder bindige Weichschichten, die eine Rammsonde glatt durchfährt. In Hannovers Altlastenverdachtsflächen liefert sie zudem den ersten sensorischen Befund zu Geruch und Verfärbung – ein Frühwarnsystem, das keine Aktenrecherche ersetzt.

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Anwendbare Normen: DIN EN 1997-2:2010-10 – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 4020:2010-12 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 14688-1:2020-11 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden

Unsere Leistungen

Die Schürfgrube ist selten eine Einzelleistung. Meist ist sie der erste Schritt eines abgestuften Erkundungsprogramms, das wir komplett aus einer Hand anbieten.

Kombination Schürfgrube + Sondierung

Direkter Aufschluss bis zur Aushubsohle, darunter schwere Rammsondierung DPH oder Drucksondierung CPT zur Ermittlung des Spitzenwiderstands im Liegenden.

Bodenmechanisches Laborprogramm

Bestimmung von Wassergehalt, Konsistenzgrenzen, Korngrößenverteilung und Glühverlust, abgestimmt auf die in der Schürfgrube angesprochenen Homogenbereiche.

Gängige Fragen

Was kostet eine Schürfgrube mit Sondierbohrung in Hannover?

Für eine maschinelle Schürfgrube bis ca. 3,5 m Tiefe inklusive fachtechnischer Ansprache, Fotodokumentation und Probenahme liegt der Aufwand im Raum Hannover üblicherweise zwischen €520 und €710. Hinzu kommen die Laborkosten, die sich nach dem Analysenumfang richten.

Bis zu welcher Tiefe ist eine Schürfgrube in Hannovers Böden sinnvoll?

Maschinell erreichen wir in den sandig-kiesigen Terrassenablagerungen meist 3,5 bis 4,0 m. In der dichten Geschiebemergelplatte, die im Süden Hannovers oberflächennah ansteht, ist bei 2,5 bis 3 m oft die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren erreicht.

Reicht eine Schürfgrube für die Gründungsbeurteilung aus?

Selten allein. Sie liefert das Gefügebild, die Schichtenfolge und Proben fürs Labor. Für die Tragfähigkeit in Tiefen jenseits der Aushubsohle kombinieren wir sie mit Sondierungen. Erst beides zusammen ergibt die geotechnische Kategorie nach EC 7.

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