Verdichtung nach Gefühl? Das geht in den lockeren Talsanden der Leineaue schnell schief. Hannovers Untergrund ist heterogen – was auf einer Baustelle in der List funktioniert, kann in Linden-Nord mit seinen Auffüllungen völlig andere Werte liefern. Bei der Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren messen wir direkt auf der eingebauten Schicht, ob der geforderte Verdichtungsgrad wirklich erreicht ist. Die Norm DIN 18125 gibt das Verfahren exakt vor. In Kombination mit einer Korngrößenanalyse lässt sich aus dem Trockenraumgewicht sofort der Bezug zum Proctorwert herstellen. Bauunternehmen in Hannover sparen sich so teure Nachverdichtungen, weil sie nicht auf Laborwerte vertrauen müssen, die am Kern der Sache vorbeigehen.
Ein Sandkegelversuch misst nicht die Dichte im Labor, sondern das, was die Walze auf der Baustelle tatsächlich hinterlassen hat.
Arbeitsumfang in Hanover

Typische technische Herausforderungen in Hanover
In einem Neubaugebiet nahe dem Maschsee sollte ein Regenrückhaltebecken mit einer mineralischen Dichtung abgenommen werden. Der Einbau lief im August bei 30 Grad, der Boden trocknete oberflächlich schnell ab. Die ersten Sandkegelversuche zeigten Verdichtungsgrade von 102 Prozent – ein physikalischer Widerspruch. Der Fehler: Der Sand war zu trocken, die Proctorkurve nicht mehr gültig. Wäre die Dichtung so freigegeben worden, hätte der erste Dauerregen im November das Becken aufgeweicht. Unsere Felddichtebestimmung deckte die Abweichung auf, weil wir parallel den Wassergehalt kontrollierten. Solche Szenarien sind in Hannover keine Seltenheit. Die Stadt liegt in der seismischen Zone 0, Erdbeben spielen hier keine Rolle, aber Setzungen durch unzureichende Verdichtung verursachen jedes Jahr Risse in Straßen und Leitungsgräben. Wer auf die Sandkegeldichte verzichtet, riskiert Nachbesserungen, die ein Vielfaches der Prüfkosten betragen.
Unsere Leistungen
Unser Labor begleitet Erdbauprojekte in Hannover von der ersten Lage bis zur Abnahmeprüfung. Die Bandbreite reicht vom klassischen Sandkegelversuch bis zu ergänzenden Verfahren, die das mechanische Verhalten des Untergrunds umfassend beschreiben.
Verdichtungskontrolle Erdplanum
Felddichtebestimmung nach DIN 18125 auf Planien, Dämmen und Verfüllungen. Inklusive Wassergehaltsbestimmung und Proctorbezug. Prüfbericht noch am selben Tag.
Qualitätssicherung Leitungsgraben
Lagenweise Abnahme der Verdichtung in Rohrgräben und Kanalbaugruben. Auch bei beengten Platzverhältnissen im innerstädtischen Bereich Hannovers.
Kombinationspaket Plattendruck + Sandkegel
Gleichzeitige Bestimmung von Trockendichte und Verformungsmodul Ev2/Ev1 für Tragschichten und Oberbau. Spart Zeit auf der Baustelle und liefert beide Kennwerte aus einer Hand.
Gängige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Hannover?
Die Kosten liegen bei 110 Euro pro Prüfpunkt, wenn mehrere Punkte auf derselben Baustelle geprüft werden. Der Preis umfasst die Durchführung vor Ort, die Wassergehaltsbestimmung im Labor und den Prüfbericht mit Proctorbezug. Bei Einzelprüfungen mit separater Anfahrt können Zuschläge anfallen.
Wie viele Prüfpunkte pro Fläche sind üblich?
Die ZTV E-StB 17 gibt Richtwerte vor: Bei Dämmen und Hinterfüllungen rechnet man mit einem Prüfpunkt pro 250 m² und Lage. In Leitungsgräben ist ein Punkt alle 50 laufende Meter sinnvoll, bei beengten Verhältnissen auch dichter. Entscheidend ist, dass jede Einbaulage einzeln abgenommen wird, bevor die nächste aufgebracht wird.
Kann das Verfahren bei Regen durchgeführt werden?
Leichter Regen stört den Sandkegelversuch nicht, solange der Kalibriersand trocken bleibt und die Prüfgrube nicht zuläuft. Starkregen zwingt zur Unterbrechung, weil sich der Wassergehalt der Probe nicht mehr zuverlässig bestimmen lässt. In Hannover mit seinen häufigen Schauern planen wir die Prüfpunkte bevorzugt am Vormittag ein und schützen die Entnahmestelle mit einer einfachen Abdeckung.
Welcher Unterschied besteht zum dynamischen Plattendruckversuch?
Der leichte Fallgewichtsgerät liefert ein Verformungsmodul Evd, das indirekt auf die Verdichtung schließen lässt. Der Sandkegelversuch misst dagegen direkt die Trockendichte und damit den Verdichtungsgrad DPr. Beide Verfahren ergänzen sich: Das Plattendruckgerät eignet sich für schnelle Vorprüfungen, der Sandkegel liefert den Referenzwert für die Abnahme. Bei grobkörnigen Böden über 63 mm Größtkorn stößt das Sandkegelverfahren an seine Grenzen, dann weichen wir auf andere Methoden aus. Mehr Info.